- Kette und Schuss bilden das Grundgewebe, die Knoten den Flor eines handgeknüpften Teppichs.
- Der symmetrische und der asymmetrische Knoten sind die beiden wichtigsten Knotenarten.
- Provenienz bezeichnet die Herkunft oder den Stil eines Teppichs, etwa Täbris, Nain oder Heriz.
- Marktwert und Wiederbeschaffungswert sind zwei verschiedene Werte für Verkauf und Versicherung.
Inhalt
Wozu dient dieses Teppich-Glossar?
Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Fachbegriffe rund um handgeknüpfte Orient- und Perserteppiche in alphabetischer Reihenfolge. Es hilft Ihnen, Rechnungen, Zertifikate, Inserate und Wertgutachten besser zu verstehen.
Viele Begriffe stammen aus dem Persischen oder Türkischen und werden im Handel nicht immer einheitlich verwendet. Wir erklären sie so, wie sie in Deutschland üblicherweise gebraucht werden. Wenn Sie zunächst prüfen möchten, ob Ihr Teppich überhaupt handgeknüpft ist, lesen Sie unseren Ratgeber Echten Perserteppich erkennen.
A–B: Von Abrash bis Buchara
Abrash: Farbschwankungen im Flor, die als waagerechte Streifen oder Flächen in leicht abweichendem Ton sichtbar werden. Sie entstehen, wenn Wolle aus verschiedenen Farbpartien verarbeitet wird, und sind typisch für handgeknüpfte Teppiche, besonders aus Nomaden- und Dorfproduktion. Natürlicher Abrash gilt nicht als Mangel.
Anilinfarben: Frühe synthetische Farbstoffe, die ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch in der Teppichherstellung eingesetzt wurden. Viele dieser frühen Farben waren wenig lichtecht und neigten zum Ausbleichen oder Ausbluten. Heute werden überwiegend moderne, deutlich beständigere synthetische Farbstoffe verwendet, die oft als Chromfarben bezeichnet werden.
Antik: Im Teppichhandel gelten Teppiche meist ab einem Alter von etwa 100 Jahren als antik. Das Alter allein sagt aber noch nichts über den Wert aus – Zustand, Provenienz und Qualität sind mindestens ebenso wichtig.
Bordüre: Der rahmende Randbereich um das Innenfeld eines Teppichs. Meist besteht sie aus einer breiten Hauptbordüre und schmaleren Nebenbordüren, die auch Wächterstreifen genannt werden.
Boteh: Ein tropfen- oder mandelförmiges Motiv, das in Europa als Paisley bekannt ist. Es kommt in vielen persischen Teppichen vor, oft in Reihen über den ganzen Fond verteilt.
Buchara: Handelsbezeichnung für Teppiche im turkmenischen Stil mit Reihen von Göls auf meist rotem Grund, häufig mit dem sogenannten Tekke-Göl. Der Name geht auf die Stadt Buchara im heutigen Usbekistan zurück, einen historischen Handelsplatz. Heute werden Teppiche in diesem Stil vor allem in Pakistan und Afghanistan geknüpft. Mehr dazu unter Buchara-Teppich: Wert.
C–F: Von Chobi bis Fransen
Chobi: Handelsbezeichnung für Teppiche mit gedeckten, natürlich wirkenden Farben, häufig aus pflanzengefärbter Wolle. Sie werden überwiegend in Afghanistan und Pakistan geknüpft und greifen oft klassische persische Muster in großzügiger Zeichnung auf.
Dorfteppich: Ein Teppich, der in ländlichen Gemeinschaften geknüpft wurde, oft nach überlieferten Mustern und teils ohne feste Vorlage. Dorfteppiche sind meist gröber geknüpft und geometrischer gezeichnet als Stadtteppiche und wirken dafür oft lebendiger.
Flachgewebe: Ein Teppich ohne Flor, bei dem das Muster durch die Webtechnik entsteht und nicht durch Knoten. Bekannte Beispiele sind Kelim und Sumakh.
Flor: Die Oberfläche eines Teppichs, die aus den abgeschnittenen Enden der Knoten besteht. Abgelaufener oder kahler Flor ist ein häufiger Grund für Wertverlust.
Florhöhe: Die Länge der Florfäden über dem Grundgewebe. Fein geknüpfte Stadtteppiche werden meist kurz geschoren, damit die Zeichnung scharf bleibt; Nomadenteppiche und Gabbehs haben oft einen höheren Flor.
Fond: Das Innenfeld eines Teppichs innerhalb der Bordüren, auch Spiegel genannt. Die Farbe des Fonds, etwa „roter Fond“ oder „elfenbeinfarbener Fond“, wird in Beschreibungen häufig angegeben.
Fransen: Bei handgeknüpften Teppichen die Enden der Kettfäden, die an beiden Schmalseiten heraustreten. Sie sind Teil der Konstruktion; angenähte Fransen weisen meist auf Maschinenware oder eine Reparatur hin. Zwischen Flor und Fransen liegt oft ein kurzer, flach gewebter Abschluss.
G: Von Gabbeh bis Göl
Gabbeh: Grob geknüpfte Teppiche mit hohem Flor und meist schlichter Musterung aus dem Süden Irans, traditionell von Nomaden der Region Fars. Typisch sind große, ruhige Farbflächen und einzelne, oft stilisierte Figuren.
Gebetsteppich: Ein kleineres Format mit einem Mihrab, also einer nischenförmigen Darstellung, die beim Gebet in Richtung Mekka ausgerichtet wird. Gebetsteppiche wurden in vielen Regionen und Qualitäten geknüpft.
Ghiordes-Knoten: Andere Bezeichnung für den symmetrischen oder türkischen Knoten. Der Florfaden wird dabei um zwei benachbarte Kettfäden geschlungen, beide Enden treten zwischen diesen Kettfäden nach oben. Der Name geht auf den Ort Gördes in Westanatolien zurück; er wird aber auch in vielen iranischen Regionen verwendet.
Ghom: Stadt in Zentraliran, die erst im 20. Jahrhundert als Knüpfzentrum bedeutend wurde. Ghom ist vor allem für sehr fein geknüpfte Teppiche aus Seide oder aus Wolle mit Seidenanteilen bekannt. Mehr dazu unter Ghom-Teppich: Wert.
Göl: Ein meist achteckiges, oft geviertes Medaillonmotiv, das in Reihen über den Fond verteilt ist. Göls sind typisch für turkmenische Teppiche und galten traditionell als Erkennungszeichen einzelner Stämme.
H–J: Von Halbantik bis Jufti-Knoten
Halbantik: Auch semi-antik oder „alt“ genannt. Gemeint sind im Handel meist Teppiche, die etwa 50 Jahre oder älter, aber noch nicht antik sind.
Handgeknüpft: Ein Teppich, bei dem jeder einzelne Knoten von Hand um die Kettfäden geschlungen wurde. Erkennbar ist das vor allem an der Rückseite, die das Muster deutlich zeigt. Handgeknüpft ist nicht dasselbe wie handgetuftet.
Herati-Muster: Ein Rapportmuster aus einer Rosette in einer Raute, umgeben von lanzettförmigen, gebogenen Blättern. Wegen der Blattform wird es auch Fischmuster oder Mahi genannt. Es kommt im Fond vieler persischer Provenienzen vor.
Heriz: Region im Nordwesten Irans, bekannt für kräftige, robuste Teppiche mit geometrisch gezeichnetem, großem Medaillon und eckigen Formen. Heriz-Teppiche gelten als besonders strapazierfähig. Mehr dazu unter Heriz-Teppich: Wert.
Isfahan: Ehemalige Hauptstadt Persiens und eines der klassischen Zentren der Teppichkunst. Isfahan-Teppiche sind meist fein geknüpfte Werkstattteppiche mit eleganter, floraler Zeichnung, häufig mit Kette aus Seide. Mehr dazu unter Isfahan-Teppich: Wert.
Jufti-Knoten: Ein Knoten, der statt über zwei über vier Kettfäden geknüpft wird. Das spart Zeit, halbiert aber die Knotenzahl und macht den Teppich weniger dicht und weniger strapazierfähig. Im Handel spricht man deshalb auch vom „falschen Knoten“.
K: Von Karton bis Kunstseide
Karton: Die Musterzeichnung auf kariertem Papier, nach der in Werkstätten geknüpft wird. Jedes Kästchen steht für einen Knoten. Mit einem Karton lässt sich dasselbe Muster mehrfach und sehr exakt knüpfen.
Kelim: Ein flach gewebter Teppich ohne Flor, bei dem die farbigen Schussfäden das Muster bilden. Wo zwei Farben senkrecht aneinanderstoßen, entstehen oft kleine Schlitze – man spricht von Schlitzwirkerei. Kelims sind meist beidseitig verwendbar.
Keshan: Auch Kaschan geschrieben. Stadt in Zentraliran mit langer Knüpftradition. Typisch sind fein geknüpfte Teppiche mit Medaillon, Eckzwickeln und häufig rotem oder blauem Fond. Mehr dazu unter Keshan-Teppich: Wert.
Kette: Die längs verlaufenden Grundfäden, die vor dem Knüpfen auf den Knüpfstuhl gespannt werden und um die die Knoten geschlungen werden. Sie bestehen je nach Herkunft aus Baumwolle, Wolle oder Seide. Ihre Enden bilden die Fransen.
Knotendichte: Die Zahl der Knoten pro Fläche, meist pro Quadratmeter angegeben. Sie lässt sich auf der Rückseite ermitteln: Knoten auf 10 cm Länge mal Knoten auf 10 cm Breite ergibt die Knoten pro Quadratdezimeter, mal 100 die Knoten pro Quadratmeter. Vorsicht bei Angaben in „Punkten“ bei Maschinenware – sie sind mit Knoten nicht vergleichbar.
Korkwolle: Besonders weiche, feine und glänzende Schafwolle, die aus bestimmten Körperpartien des Schafs gewonnen wird; genannt werden häufig Nacken und Schultern. Korkwolle wird vor allem für hochwertige Teppiche verwendet.
Kunstseide: Sammelbegriff für Fasern, die Seide imitieren, etwa Viskose oder mercerisierte Baumwolle. Teppiche aus Kunstseide glänzen ähnlich wie Seide, sind aber empfindlicher und erzielen beim Verkauf in der Regel deutlich weniger. Im Handel tauchen auch Bezeichnungen wie „Art Silk“ oder „Bambusseide“ auf.
Erst den Wert kennen: Drei Fotos senden und beauftragen – die Ersteinschätzung kommt tagsüber innerhalb weniger Stunden, Ihr schriftliches Wertgutachten mit Marktwert und Wiederbeschaffungswert meist innerhalb eines Tages. Festpreis 99 €, anschließend auf Wunsch kostenlose Vermittlung an Käufer.
L–M: Von La bis Mottenfraß
La: Eine Qualitätsangabe, die vor allem bei Nain-Teppichen verwendet wird, etwa 4La, 6La oder 9La. Sie bezieht sich auf die Zahl der Einzelfäden, aus denen der Kettfaden gedreht ist. Im Handel gilt: Je kleiner die Zahl, desto feiner der Teppich.
Läufer: Ein langes, schmales Teppichformat, das vor allem für Flure und Treppen verwendet wird.
Manufakturteppich: Auch Werkstattteppich genannt. Ein Teppich, der in einer Werkstatt nach einem Karton geknüpft wird, häufig von mehreren Knüpferinnen und Knüpfern gleichzeitig. Viele bekannte Stadtprovenienzen wie Isfahan, Nain, Ghom oder Täbris sind Manufakturteppiche.
Marktwert: Der Preis, den ein Teppich heute beim Verkauf realistisch erzielt. Er ist entscheidend für Verkauf, Erbteilung und Vermögensübersichten und liegt oft deutlich unter dem früheren Kaufpreis.
Maschinenteppich: Ein maschinell gewebter Teppich, oft mit orientalischem Muster. Er ist an der sehr gleichmäßigen Rückseite und meist angenähten Fransen erkennbar und hat für den Wiederverkauf in der Regel kaum Bedeutung.
Medaillon: Ein zentrales, oft rundes, ovales oder rautenförmiges Motiv in der Mitte des Fonds. Viele persische Teppiche sind nach dem Schema Medaillon mit Eckzwickeln aufgebaut.
Mihrab: Die Darstellung einer Gebetsnische, meist als Spitzbogen am oberen Ende des Fonds. Der Mihrab ist das kennzeichnende Motiv eines Gebetsteppichs.
Mottenfraß: Schäden durch die Larven der Kleidermotte, die Wolle und Seide fressen. Erkennbar an kahlen Stellen, oft zuerst auf der Rückseite oder an Stellen, die lange unter Möbeln lagen. Mottenfraß mindert den Wert und sollte früh behandelt werden.
N–P: Von Nain bis Provenienz
Nain: Kleinstadt in Zentraliran, die im 20. Jahrhundert als Knüpfzentrum bekannt wurde. Nain-Teppiche sind meist fein geknüpft, in hellen Tönen wie Elfenbein, Beige und Blau gehalten und oft mit Konturen aus Seide versehen. Mehr dazu unter Nain-Teppich: Wert.
Naturfarben: Farbstoffe aus Pflanzen und anderen natürlichen Quellen, etwa Krapp für Rot oder Indigo für Blau. Mit Naturfarben gefärbte Teppiche gelten als besonders hochwertig und entwickeln mit der Zeit oft eine schöne Patina.
Nomadenteppich: Ein von Nomaden geknüpfter Teppich, meist auf einem liegenden, transportablen Knüpfstuhl. Nomadenteppiche haben häufig kleinere Formate, Kette und Schuss aus Wolle und eine freie, geometrische Musterung mit Abrash.
Patina: Die natürliche Veränderung von Farbe und Glanz durch Alter und Gebrauch. Eine schöne Patina kann einen Teppich aufwerten; davon zu unterscheiden ist starke Abnutzung, die den Wert mindert.
Provenienz: Die Herkunftsbezeichnung eines Teppichs, meist nach Stadt, Region oder Stamm, etwa Täbris, Heriz oder Gabbeh. Im Handel wird der Begriff auch für den Stil verwendet – ein „Indo-Täbris“ ist ein in Indien geknüpfter Teppich im Täbris-Stil. Die Provenienz ist einer der wichtigsten Wertfaktoren.
R–S: Von Raj bis Stadtteppich
Raj: Eine Feinheitsangabe, die vor allem bei Täbris-Teppichen verwendet wird, etwa 40 Raj oder 50 Raj. Gemeint ist üblicherweise die Zahl der Knoten auf einer Strecke von etwa 7 cm. Je höher die Zahl, desto feiner die Knüpfung.
Restaurierung: Die fachgerechte Wiederherstellung beschädigter Stellen, etwa durch Nachknüpfen von Flor, Erneuern von Kanten oder Sichern der Fransen. Eine gute Restaurierung kann den Wert erhalten; unsachgemäße Reparaturen mindern ihn eher.
Schah-Abbas-Muster: Ein Muster aus großen, stilisierten Palmettenblüten und Ranken, benannt nach dem Safawidenherrscher Schah Abbas I. Es findet sich häufig in Teppichen aus Isfahan, Keshan oder Nain.
Schirazi: Die Befestigung der Längskanten eines Teppichs. Bei handgeknüpften Teppichen werden die Kanten mit Wolle umwickelt oder umflochten; beschädigte Schirazi lassen sich in der Regel erneuern.
Schuss: Die quer verlaufenden Fäden, die nach jeder Knotenreihe eingetragen werden und die Knoten fixieren. Zusammen mit der Kette bilden sie das Grundgewebe.
Seide: Ein besonders feines, glänzendes Material, das für Flor, Kette oder Konturen verwendet wird. Reine Seidenteppiche sind oft sehr fein geknüpft, etwa aus Ghom oder Isfahan. Echte Seide fühlt sich kühl und glatt an; die Abgrenzung zu Kunstseide erfordert Erfahrung.
Senneh-Knoten: Andere Bezeichnung für den asymmetrischen oder persischen Knoten. Der Florfaden wird um einen Kettfaden geschlungen und unter dem benachbarten hindurchgeführt, sodass nur ein Ende zwischen den beiden Kettfäden heraustritt. Er erlaubt eine sehr feine Zeichnung. Der Name geht auf die Stadt Senneh, das heutige Sanandaj, zurück – ausgerechnet dort wird aber häufig symmetrisch geknüpft.
Stadtteppich: Ein in städtischen Werkstätten nach Vorlage geknüpfter Teppich, meist fein, mit floraler, kurvenreicher Zeichnung. Typische Beispiele sind Isfahan, Nain, Ghom, Keshan und Täbris.
Strich: Die Richtung, in die sich der Flor neigt. Je nachdem, ob man mit oder gegen den Strich auf den Teppich schaut, wirken die Farben heller oder dunkler. Beim Absaugen sollte man in Strichrichtung arbeiten.
T–Z: Von Täbris bis Zwickel
Täbris: Großstadt im Nordwesten Irans und eines der traditionsreichsten Knüpfzentren. Täbris-Teppiche gibt es in sehr unterschiedlichen Mustern und Qualitäten, häufig mit Medaillon auf rotem oder elfenbeinfarbenem Fond. Mehr dazu unter Täbris-Teppich: Wert.
Tufting: Ein Herstellungsverfahren, bei dem Garn mit einer Pistole in ein Trägergewebe geschossen und rückseitig mit Kleber fixiert wird. Getuftete Teppiche haben meist einen aufgeklebten Stoffrücken und sind mit handgeknüpften Teppichen nicht vergleichbar.
Wiederbeschaffungswert: Der Preis, den ein vergleichbarer Teppich heute im Fachhandel kosten würde. Er ist vor allem für die Hausratversicherung wichtig und liegt in der Regel deutlich über dem Marktwert.
Wolle: Der häufigste Florwerkstoff bei Orientteppichen. Hochwertige Schurwolle ist elastisch, strapazierfähig und nimmt Farben gut an; Glanz und Griff der Wolle sind wichtige Qualitätsmerkmale.
Zwickel: Die Viertel- oder Teilmotive in den vier Ecken des Fonds, die das Medaillon ergänzen. Man spricht daher auch von Eckzwickeln.
Sie möchten wissen, welche dieser Merkmale auf Ihren Teppich zutreffen und was er heute wert ist? Wie wir dabei vorgehen, erklären wir unter So bewerten wir. Ihre Onlinebewertung starten Sie mit drei Fotos zum Festpreis von 99 €.
Inhabergeführtes Hamburger Familienunternehmen, seit 1968 im Teppichhandel. Spezialisiert auf Orient- und Perserteppiche – wir bewerten Teppiche jeder Art, unabhängig und nachvollziehbar.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Kette und Schuss?
Die Kette besteht aus den längs gespannten Grundfäden, um die die Knoten geknüpft werden. Der Schuss sind die quer eingetragenen Fäden, die die Knotenreihen fixieren.
Was bedeutet Abrash bei einem Teppich?
Abrash sind Farbschwankungen im Flor, die durch Wolle aus unterschiedlichen Farbpartien entstehen. Sie sind typisch für Handarbeit und gelten nicht als Mangel.
Was ist der Unterschied zwischen symmetrischem und asymmetrischem Knoten?
Beim symmetrischen Knoten treten beide Fadenenden zwischen zwei Kettfäden hervor, beim asymmetrischen nur eines. Beide Knotenarten werden im Iran verwendet.
Ab wann gilt ein Teppich als antik?
Im Teppichhandel gelten Teppiche meist ab etwa 100 Jahren als antik und ab etwa 50 Jahren als halbantik. Über den Wert sagt das Alter allein aber wenig aus.
Was bedeutet Provenienz bei Teppichen?
Provenienz ist die Herkunftsbezeichnung nach Stadt, Region oder Stamm, etwa Täbris oder Nain. Im Handel bezeichnet sie oft auch nur den Stil, zum Beispiel bei einem Indo-Täbris.
Was ist ein Schirazi?
Schirazi ist die Befestigung der Längskanten. Bei handgeknüpften Teppichen werden die Kanten mit Wolle umwickelt oder umflochten.