So läuft ein Orientteppich-Ankauf ab
Meist beginnt es mit einem Anruf oder ein paar Fotos. Danach sieht sich der Ankäufer den Teppich an, oft bei Ihnen zu Hause, und macht ein Angebot. Nehmen Sie an, wird der Teppich abgeholt und bezahlt.
Viele Ankäufer bieten dabei eine kostenlose Schätzung an. Das ist bequem. Aber diese Schätzung kommt von genau der Person, die Ihren Teppich kaufen möchte.
Warum das erste Angebot meist niedrig ist
Ein Ankäufer muss den Teppich weiterverkaufen. Er trägt Kosten für Reinigung, Reparatur, Lager und die Zeit bis zum Verkauf – und er möchte daran verdienen. Das ist legitim. Es bedeutet aber, dass ein Ankaufspreis in der Regel deutlich unter dem Marktwert liegt.
Aus drei Generationen Teppichhandel wissen wir: Wer den Marktwert seines Teppichs kennt, verhandelt anders. Er erkennt zu niedrige Angebote, kann gezielt nachverhandeln – oder entscheidet sich bewusst für einen anderen Verkaufsweg.
Erst unabhängig bewerten, dann verhandeln
Mit einer unabhängigen Bewertung drehen Sie das Verhältnis um. Sie gehen mit einem schriftlichen Marktwert ins Gespräch und vergleichen jedes Angebot damit.
Erst den Wert kennen: Drei Fotos senden, meist in unter einer Stunde die Ersteinschätzung, danach das schriftliche Wertgutachten mit Marktwert und Wiederbeschaffungswert. Festpreis 99 €, danach auf Wunsch kostenlose Vermittlung an Käufer.
Wert jetzt ermittelnÜbrigens: Wir kaufen selbst keine Teppiche an. Deshalb haben wir kein Interesse an einem niedrigen Wert – sondern daran, dass Sie Ihren Teppich seriös und zum bestmöglichen Preis verkaufen. Nach einer gebuchten Bewertung vermitteln wir auf Wunsch kostenlos an Käufer aus unserem Netzwerk und helfen beim Inserieren – ohne Provision.
Woran erkenne ich einen wertvollen Orientteppich?
- Handgeknüpft oder maschinell? Bei handgeknüpften Teppichen ist das Muster auf der Rückseite genauso deutlich zu sehen wie vorn, die einzelnen Knoten sind leicht unregelmäßig. Die Fransen sind das Ende der Kettfäden und nicht angenäht.
- Material. Feine Schurwolle, Korkwolle oder Seide steigern den Wert. Naturfarben gelten als hochwertiger als Chemiefarben.
- Knotendichte. Je feiner geknüpft, desto aufwendiger die Herstellung. Die Nahaufnahme der Rückseite zeigt das deutlich.
- Herkunft. Provenienzen wie Täbris, Isfahan, Nain, Ghom oder Keshan erzielen sehr unterschiedliche Preise.
- Alter und Zustand. Alter kann den Wert steigern. Mottenfraß, Flecken, ausgefranste Kanten oder verblasste Farben senken ihn.
Checkliste für den Verkauf an einen Ankäufer
- Kennen Sie den Marktwert, bevor das erste Angebot kommt.
- Holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen Sie sie.
- Lassen Sie sich das Angebot schriftlich geben.
- Verkaufen Sie nicht an der Haustür und nicht unter Zeitdruck.
- Geben Sie den Teppich nur gegen Kaufvertrag oder Quittung aus der Hand.
Woran Sie einen seriösen Ankäufer erkennen, lesen Sie im Ratgeber Teppich-Ankauf: seriöse Ankäufer erkennen.
Alternativen zum Ankauf
Ein Ankauf ist schnell, aber nicht immer der Weg mit dem besten Erlös. Für besondere Stücke kann ein Auktionshaus sinnvoll sein, für gängige Teppiche ein privater Verkauf. Nach einer gebuchten Bewertung vermitteln wir auf Wunsch kostenlos an Käufer aus unserem Netzwerk. Einen Überblick über alle Wege finden Sie unter Teppich verkaufen.
Häufige Fragen
Was zahlt ein Ankäufer für einen Orientteppich?
Das hängt von Knüpfung, Material, Herkunft, Alter und Zustand ab – und von der Marge, die der Ankäufer einplant. Pauschale Preise pro Quadratmeter sagen wenig aus. Den realistischen Marktwert ermitteln wir anhand von drei Fotos.
Ist eine kostenlose Schätzung beim Ankäufer seriös?
Sie kann seriös sein, ist aber nicht unabhängig: Wer kaufen möchte, hat ein Interesse an einem niedrigen Preis. Eine unabhängige Bewertung gibt Ihnen einen Vergleichswert.
Kaufen Sie meinen Orientteppich an?
Nein. Wir kaufen selbst keine Teppiche an. Nach einer gebuchten Bewertung vermitteln wir auf Wunsch kostenlos an Käufer aus unserem Netzwerk und helfen beim Inserieren.
Muss ich den Teppich für die Bewertung verschicken?
Nein. Drei Fotos genügen: die ganze Vorderseite, die ganze Rückseite und eine Nahaufnahme der Knoten.